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12.09.2004Die Zukunftstrends im Tourismus
Das „Büro Technikfolgen-Abschätzung“ (TAB) beim Deutschen Bundestag hat in einer
jahrelangen Untersuchung die Zukunftstrends im deutschen Tourismus zu ermitteln
versucht und dabei wichtige Erkenntnisse gewonnen.
Das „Büro Technikfolgen-Abschätzung“ (TAB) beim Deutschen Bundestag hat in einer
jahrelangen Untersuchung die Zukunftstrends im deutschen Tourismus zu ermitteln versucht und dabei wichtige Erkenntnisse gewonnen. Wenn die unabhängigen Fachleute Recht behalten, werden immer mehr Bundesbürger auf die Hilfe von Reiseveranstaltern verzichten, und ihre „schönsten Wochen des Jahres“ individuell planen und buchen.
Die Verweildauer in den Ferien wird weiter abnehmen und die Häufigkeit der Kurzurlaube (Zweit- und Drittreisen) weiter zunehmen. Der deutsche Urlauber wird, so TAB, künftig noch mehr Preissensibilität an den Tag legen, auf hohe Ansprüche an Qualität und Service aber trotzdem nicht verzichten wollen.
Beim Urlaub der Zukunft besteht bei vielen Bundesbürgern die Neigung, auf Erlebnisstress (in Städten) zugunsten von Ruhe und Passivität in schöner Landschaft zu verzichten.
Den Grund dafür sehen die Wissenschaftler des Bundestages in der Tatsache, dass die in der Tourismusbranche angebotenen Produkte einander immer ähnlicher werden. Daher entwickelt sich neuerdings der Gegentrend, Authentizität und Inszenierung neu zu entdecken.
Die Urlaubsgastgeber tun gut daran, die „neuen Älteren“ unter den Ferienreisenden nicht aus dem Auge zu verlieren. Ihre Reiselust nimmt weiter zu, nachdem sie durchschnittlich gesünder und sowohl körperlich als auch geistig fitter geworden sind. Außerdem verfügen die Senioren der Zukunft über höhere Einkommen als in früheren Generationen. Gleichzeitig wird das Segment „Reisen von und mit Kindern“ nicht an Bedeutung verlieren, obwohl die Anzahl solcher Reisen eher abnimmt. Sie gehen dann aber bevorzugt auf den Bauernhof.
Die Urlaubsreisen der Deutschen werden sich wohl immer weniger nur auf die Sommermonate konzentrieren, sondern sich in Zukunft noch gleichmäßiger über das ganze Jahr verteilen.
Weitere Infos bei Dipl.-Sowi. Constanze Scherz, Tel. 030/28 491 114.
Email: Scherz@tab.fzk.de






