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Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland

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02.01.2007

Urlaub auf dem Bauernhof als erfolgreicher Betriebszweig etabliert

Bundesarbeitsgemeinschaft präsentiert aktuelle Daten auf der Grünen Woche
„Das Klischee von Urlaub auf dem Bauernhof als randständiger Betriebszweig für Ausstiegs und Hobbylandwirte ist nun endgültig widerlegt“...

Bundesarbeitsgemeinschaft präsentiert aktuelle Daten auf der Grünen Woche

„Das Klischee von Urlaub auf dem Bauernhof als randständiger Betriebszweig für Ausstiegs und Hobbylandwirte ist nun endgültig widerlegt“, resümierte Ute Mushardt, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland e.V. auf der Grünen Woche in Berlin. An ihrem Stand auf dem ErlebnisBauernhof hat die Bundesarbeitsgemeinschaft aktuelle Ergebnisse einer Umfrage bei mehr als 1.000 Mitgliedsbetrieben vorgestellt.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Ernst Hinsken und die Vorsitzende des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag, Marlene Mortler, haben auf der Grünen Woche die Bedeutung der erstmalig dokumentierten Zahlen hervorgehoben und die Leistungen der Gastgeberbetriebe für den Tourismus im ländlichen Raum, aber auch für die Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit der gesamten Landwirtschaft gewürdigt.
60 Prozent der Betriebe, die sich in diesem Betriebszweig engagieren, sind der Umfrage zufolge landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe. 43 Prozent der befragten Betriebe erwirtschaften mit der Vermietung von Gästezimmern, Ferienwohnungen oder -häusern mindestens ein Viertel des gesamten Betriebseinkommens. Neben Betrieben, die sich schon vor Jahrzehnten zu erfolgreichen Ferienhöfen weiterentwickelt haben, gibt es auch aktuell noch viele Neueinsteiger in diesem Betriebszweig. Neben den klassischen Futterbau- und Gemischtbetrieben finden sich erstaunlich viele Marktfrucht- und Ver-edelungsbetriebe unter den Urlaubsanbietern. Auch Winzer- und Biohöfe sind vielfach vertreten. Über Betriebsbesichtigungen und Angebote zur aktiven Mithilfe auf dem Hof wird den oft städtisch geprägten Gästen zudem ein vertiefter Einblick in die Landwirtschaft angeboten. Damit betreiben die Anbieter von Bauernhof- und Landurlaub auch aktive Verbraucheraufklärung und Imagearbeit für die gesamte Landwirtschaft.
Im Vordergrund steht jedoch die Erholung und Zufriedenheit des Gastes. Die Hälfte aller Anbieter hat sich auf ganz spezielle Zielgruppen eingerichtet. Neben der häufigen Ausrichtung als Familien- oder Kinderferienhof haben sich die Betriebe vielfältige Nischen geschaffen, in denen sie ganz gezielt besondere Zielgruppen ansprechen. Für das insgesamt sehr hohe Qualitätsniveau des Bauernhof- und Landurlaubes und die konsequente Orientierung an den Wünschen des Gastes spricht auch die Tatsache, dass 84 Prozent aller Vermieter ihre Ferienwohnungen nach den Sternenkategorien des Deutschen Tourismusverbandes klassifiziert haben. 24 Prozent der Anbieter von Ferienwohnungen tragen zudem das DLGGütezeichen. Brötchen- und Frühstücksservice sind auf den Betrieben ebenso üblich wie das Angebot von Lebensmittel aus eigener Erzeugung. Die besondere Attraktivität von Bauernhof- und Landurlaub erklärt auch den erstaunlich hohen Anteil an verlässlichen Stammgästen. Bei über 60 Prozent der Betriebe sind mindestens ein Viertel aller Urlaubsgäste dreimal und häufiger zu Gast.
Entsprechend berichten zwei Drittel aller Betriebe von einer guten oder sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung dieses Betriebszweiges in den vergangenen drei Jahren. Eine leichte Zunahme derjenigen Betriebe, die die wirtschaftliche Entwicklung schlechter beurteilen, zeigt allerdings auch, dass die Betriebe vor allem dann erfolgreich sind, wenn sie dieses Standbein professionell betreiben und an die stetig steigenden Anforderungen der Gäste kontinuierlich anpassen. Die konkrete Belegsituation in der Urlaubssaison 2006 wurde von 34 Prozent der Betriebe besser, jedoch nur von 22 Prozent der Betriebe schlechter als im Vorjahr beurteilt.
Klassische Saison für Urlaub auf dem Bauernhof sind die Sommerferien, jedoch berichtet über die Hälfte der Betriebe auch von einer guten oder sehr guten Auslastung in der Herbst-, Weihnachts- und Osterzeit.

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